Freitag, 17. August 2018

Depressionen und der Schnitt ins eigene Fleisch


 
Ist es ein Schrei nach Aufmerksamkeit? Warum verletzen sich manche Menschen? Anders als bei Piercings oder Tattoos sind Selbst-Schnitte in der Regel kein Lifestyle-Phänomen. Vielmehr weisen sie auf eine ernste psychische Erkrankung hin. Bislang fehlte ein fundiertes Therapieangebot. Mit den fünf neuen Therapie-Plätzen am Max-Planck-Institut in München soll sich das ändern.

Freiwilliges Therapieangebot

Die Plätze stehen Erwachsenen aus ganz Bayern offen, die sich vom Arzt oder Therapeut überweisen lassen wollen. Für ihre Therapie hat das MPI ein Selbstverletzungs-Tagebuch entwickelt, das die Patienten vor ihrer Ankunft und während ihres stationären Aufenthalts führen. So lassen sich gezielt individuelle Muster erkennen und auch der Erfolg der Behandlung belegen.

Erleichterung Schmerz – bei unerträglicher innerer Anspannung

Sich selbst weh zu tun - das beginnt oft im Kindes- oder Jugendalter und ist ein ernstes Symptom. Bei einer Studie der Universität Ulm gaben 20 Prozent der befragten Jugendlichen an, sie würden sich schneiden oder ritzen. Betroffene suchen das Gefühl einer "Entspannung" in emotional stressigen Situationen. Doch oft verselbständigt sich diese Strategie. Bei einer unbehandelten zugrunde liegenden Störung weit über die Jugendzeit hinaus an. Experten gehen davon aus, dass sich heute fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung nicht-suizidale Selbstverletzungen zufügen.

Jeder 10. Depressive verletzt sich selbst

Ritzen ist in der Regel Ausdruck einer stressbedingten psychischen Erkrankung etwa der Borderline-Persönlichkeitsstörung, einer Posttraumatischen Belastungsstörung, oder einer Depression oder Essstörung. Und davon sind immer mehr Menschen betroffen: Heute leiden rund eine Millionen Erwachsener an einer Depression, so die AOK Bayern. Das MPI will zunächst den Therapiebedarf für junge Erwachsene ermitteln und plant langfristig weitere Kapazitäten ein, damit interessierte Patienten von dem neuen Therapieangebot in München profitieren können.

Quelle: https://www.br.de/nachrichten/bayern/hilfe-gegen-den-schnitt-ins-eigene-fleisch,R0p3Sxn

Donnerstag, 16. August 2018

Bipolar - Depression und Manie


Manche haben neben ihren depressiven Phasen, Phasen in denen sie sich wie ausgetauscht,
wie im 7ten Himmel fühlen und sich alles zutrauen.. Hier kann es sich um eine bipolare Störung handeln. Die Depression wechselt sich mit Phasen der Manie ab. Zum Artikel:

Bei einer bipolaren Störung wechseln sich depressive und manische Phasen ab. Während der Depression ist die Stimmung gedrückt und es fehlt den Betroffenen an Interesse und Antrieb. In der Manie kehrt sich die Stimmung um. Euphorie, Tatendrang und grenzenlose Selbstüberschätzung sind dann typische Symptome.

Mal traurig, mal fröhlich, mal lustlos, mal energiegeladen: Bei allen schwankt die Gefühlslage. Das ist ganz normal.
Menschen mit bipolarer Störung erleben jedoch Stimmungsschwankungen, die weit über das normale Maß hinausgehen: Ihre Stimmung ist ohne äußeren Anlass übertrieben gedrückt oder übersteigert – von manisch bis depressiv.
Was ist eine bipolare Störung?
Bei einer bipolaren Störung (auch: bipolare affektive Störung, früher: manisch-depressive Erkrankung) schwankt die Stimmung immer wieder zwischen zwei Extremen: zwischen Hochstimmung (Manie) und Depression. Diese Schwankungen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein, sie gehen aber immer weit über ein angemessenes Maß hinaus. Zwischen Manie und Depression liegen Abschnitte, in denen die Stimmung in einem gesunden Rahmen liegt.
Während einer manischen Phase sind die Betroffenen voller Begeisterung: Sie trauen sich nahezu alles zu, fühlen sich übertrieben selbstbewusst und könnten buchstäblich Bäume ausreißen. Oft schlafen sie kaum, weil sie ihre Flut an Ideen sofort in die Tat umsetzen wollen. Sie verhalten sich ungewohnt leichtsinnig, risikofreudig und hemmungslos.
Das genaue Gegenteil ist die Depression. An Stelle der Hochstimmung treten nun eine tiefe Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Was früher Spaß gemacht hat, ist plötzlich bedeutungslos geworden.
Symptome von Manie und Depression können bei einer bipolaren Störung auch gleichzeitig auftreten oder sich in rascher Folge abwechseln.

Wie häufig sind bipolare Störungen?

Circa 1 von 100 Personen entwickelt im Laufe ihres Lebens eine bipolare Störung mit depressiven und manischen Episoden. Etwas häufiger ist eine abgeschwächte Form (Bipolar-II-Störung): Schätzungen zufolge erkranken rund 4 von 100 Personen daran. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen.

Bipolare Störung: Formen

Ärzte unterscheiden zwischen zwei Ausprägungen der bipolaren Störung:
  • Der Typ Bipolar I (Bipolar-I-Störung) steht für den typischen Verlauf mit ausgeprägten depressiven und manischen Phasen.
  • Menschen mit einer sogenannten Bipolar-II-Störung erleben hingegen depressive und hypomanische Phasen. Das bedeutet: Die Hochstimmung ist weniger stark ausgebildet als bei einer echten Manie – depressive Episoden können hingegen genauso schwer verlaufen wie beim Typ Bipolar I.
Die einzelnen Krankheitsphasen können unterschiedlich lange anhalten. In den meisten Fällen dauert es zwei bis drei Jahre, bis ein kompletter manisch-depressiver Zyklus abgeschlossen ist. Die Zyklen können aber auch deutlich kürzer sein:
  • Rapid cycling: Bei einem sog. rapid cycling (engl. = "schneller Zyklus") erlebt der Patient pro Jahr mindestens vier (hypo-)manische oder depressive Phasen. Schätzungen zufolge kommt rapid cycling bei bis zu 2 von 10 Personen mit bipolarer Störung vor.
  • Ultra rapid cycling: Die Phasen wechseln wöchentlich oder häufiger.
Ist die jeweilige Krankheitsphase abgeklungen, schließt sich in der Regel eine beschwerdefreie Phase an (sog. Remission). In manchen Fällen bleibt die beschwerdefreie Phase jedoch aus und Depression und Manie wechseln sich unmittelbar ab.

Zyklothymia: Leichte, anhaltende Stimmungsschwankungen

Eine lang anhaltende (chronische), aber eher leichte Form der Stimmungslabilität ist die sogenannte Zyklothymia: Dabei schwankt die Stimmung über Jahre hinweg immer wieder. Sie schlägt jedoch weniger stark in eine Richtung aus. Vielmehr erleben Patienten immer wieder Phasen einer leicht gehobenen Stimmung (Hypomanie), die sich mit einer leichten Depression abwechseln. Ausgeprägte manische oder depressive Episoden kommen nicht vor. Eine Zyklothymia entwickelt sich oft im frühen Erwachsenenalter.

Bipolare Störung: Symptome

Je nachdem, ob gerade eine Manie oder eine Depression vorherrscht, können die Symptome einer bipolaren Störung sehr unterschiedlich sein. Nicht nur die Stimmung, auch Denken, Handeln und Fühlen sind während einer akuten Krankheitsphase erheblich beeinträchtigt.

  Überblick: Typische Symptome von Manie und Depression

Symptome während einer ManieSymptome während einer Depression
unangemessene Hochstimmung bis hin zur Euphorie, aber auch Reizbarkeitgedrückte Stimmung, Unruhe, Ängste
übermäßige Aktivität, ständiger Wechsel zwischen verschiedenen Aktivitätenverminderter Antrieb; verlangsamte Bewegungen, aber auch psychomotorische Erregung
immer neue, schnell wechselnde Ideen ("Ideenflucht")Freud- und Interesselosigkeit
mangelndes SchlafbedürfnisSchlafstörungen
Gedankensprünge, schnell wechselnde Gedanken ("Gedankenrasen"); Ablenkbarkeitverlangsamtes Denken; Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren
Rededrangverlangsamte Sprache
Selbstüberschätzungniedriges Selbstwertgefühl, Minderwertigkeitsgefühle
starkes Kontaktbedürfnis, riskantes oder rücksichtloses Verhaltensozialer Rückzug 
gesteigertes sexuelles Bedürfnis, verringertes sexuelles Bedürfnis
psychotische Symptome wie z.B. Größenwahnpsychotische Symptome, z.B. Verarmungswahn

Symptome einer Manie

Eine manische Phase entsteht meist sehr plötzlich. Personen, die eine manische Phase durchleben, glauben, sie seien unverwundbar. Sie sind in absoluter Hochstimmung und fühlen sich übertrieben selbstbewusst. Sie neigen dazu, sich zu überschätzen. Manche reagieren auffällig gereizt, unruhig oder aggressiv und sind anderen gegenüber sehr misstrauisch.
Maniker sind unangemessen unternehmungslustig, kontaktfreudig und voller Energie. Sie sprudeln nur so über vor Ideen, die sie möglichst sofort in die Tat umsetzen möchten. Meist sind ihre Gedanken jedoch so sprunghaft, dass sie es nicht schaffen, ein Vorhaben zu Ende zu führen. Sie denken, sprechen und handeln schnell, sind dabei aber sehr zerstreut. Oft verlieren sie jegliche Hemmschwellen gegenüber anderen und verhalten sich zum Beispiel sexuell sehr freizügig.
Während einer Manie sind die Betroffenen kaum oder gar nicht in der Lage, einen geregelten Alltag zu führen. Zudem kommen sie kaum zur Ruhe, weil ihnen Schlaf eher lästig erscheint.
Eine manische Phase kann mit psychotischen Symptomen einhergehen. Das bedeutet: Der Bezug zur Realität geht vorübergehend verloren. Häufig entwickeln Maniker einen Größenwahn: Sie überschätzen sich maßlos und glauben, jede noch so riskante oder schwierige Aufgabe bewältigen zu können – obwohl das aus objektiver Sicht unrealistisch ist. Halluzinationen oder Verfolgungswahn können während einer Manie ebenfalls auftreten.
Maniker geraten immer wieder in Schwierigkeiten und setzen leichtsinnig Gesundheit, Beziehungen, Beruf oder Finanzen aufs Spiel. Sie legen ein Verhalten an den Tag, dass normalerweise nicht ihrer Natur entspricht. Einige Beispiele:
  • Sie geben ihr ganzes Geld für ein eigentlich aussichtsloses Projekt aus und verschulden sich.
  • Sie kündigen ihren Job und treten ad hoc eine Weltreise an, ohne vorher darüber nachgedacht zu haben.
  • Sie setzen beim Roulette ihr gesamtes Geld auf eine Zahl.
  • Sie stürzen sich in sexuelle Abenteuer und gefährden dabei ihre Beziehung.

Hypomanie: Die kleine Schwester der Manie

Eine abgeschwächte Form der Manie ist die Hypomanie. Bei der Hypomanie ist die Stimmung deutlich gesteigert – aber nicht so stark, dass man von einer Manie sprechen könnte. Im Gegensatz zu Menschen mit Manie sind Personen mit Hypomanie in der Lage, einen geregelten Alltag zu führen. Eine Hypomanie hält meist nur einige Tage an.
Weitere Anzeichen einer Hypomanie sind
  • vermindertes Schlafbedürfnis,
  • erhöhtes Redebedürfnis, Bedürfnis nach Geselligkeit,
  • Konzentrationsprobleme,
  • Unruhe,
  • erhöhtes sexuelles Bedürfnis sowie
  • Hang zu Leichtsinnigkeit/Verantwortungslosigkeit.

Symptome einer Depression

Die Symptome der Depression stellen gewissermaßen das Gegenteil der Manie dar. Depressive Phasen kommen in der Regel häufiger vor als manische und halten länger an.
Zu den Hauptsymptomen einer Depression zählen
  • eine gedrückte Stimmung,
  • Freud- und Interessenlosigkeit sowie
  • verminderter Antrieb.
Depressionen können mit Suizidgedanken einhergehen. Wenn Sie solche Gedanken haben oder bemerken, dass eine Person in Ihrem Umfeld suizidgefährdet sein könnte: Scheuen Sie sich nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenden Sie sich bei Suizidgedanken an die nächste psychiatrische Klinik oder informieren Sie den Notruf unter 112.
Eine weitere Anlaufstelle kann die Telefonseelsorge sein. Diese erreichen Sie kostenlos und anonym unter den Nummern:
  • +49 (0)800 1110111
  • +49 (0)800 111 0 222
Depressive haben keine Freude mehr an Dingen, die ihnen vorher Spaß gemacht haben. Sie spüren eine tiefe Traurigkeit oder eine innere Leere. Manche haben den Eindruck, zu keinerlei Gefühlsregungen mehr fähig zu sein. Während der Depression blicken die Betroffenen pessimistisch in die Zukunft und trauen sich nichts zu. Sie haben nicht mehr so viel Antrieb wie vorher, sodass ihnen Aktivitäten häufig schwerfallen. Sie haben Probleme damit, selbst kleine Entscheidungen zu treffen. Oft ziehen sie sich von Freunden und Bekannten zurück.
Depressionen können sich in ganz unterschiedlichen Ausprägungen äußern: Bei einigen stehen körperliche Symptome im Vordergrund, andere leiden vor allem unter seelischen Beschwerden. Zu den möglichen körperlichen Symptomen zählen etwa Magen- oder Kopfschmerzen. Andere leiden besonders unter dem Gefühl, nichts wert zu sein. Bewegungen und Sprechen können verlangsamt sein (sog. psychomotorische Hemmung). Aber auch Unruhe und ein starker Bewegungsdrang (sog. psychomotorische Agitiertheit) kommen häufiger vor. Seelisch macht sich eine Depression häufig dadurch bemerkbar, dass die Betroffenen das Gefühl haben, nichts wert zu sein.
In einer depressiven Phase kann es passieren, dass der Bezug zur Realität vorübergehend verloren geht (psychotische Symptome). Zum Beispiel hat der Depressive dann den Wahn, zu verarmen und sich zu verschulden.

Mischzustände

Symptome von Manie und Depression können gleichzeitig oder in raschem Wechsel auftreten. Ärzte sprechen dann von einer gemischten Episode. Bis zu 60 von 100 Erkrankten erleben solche Mischzustände.
Ein Beispiel für einen Mischzustand: Eine Person fühlt sich niedergeschlagen und depressiv. Gleichzeitig ist sie aber sehr unruhig, aktiv und fühlt sich getrieben.

Bipolare Störung: Ursachen

Die Ursachen der bipolaren Störung sind noch nicht im Detail bekannt. Fest steht, dass mehrere Faktoren im Zusammenspiel an der Entstehung einer manisch-depressiven Erkrankung beteiligt sind. Dazu zählen vor allem:
  • genetische Komponenten: Eine genetische Veranlagung scheint bei bipolaren Erkrankungen eine große Rolle zu spielen, ist aber nicht die alleinige Ursache. Personen mit einem bipolaren Verwandten ersten Grades (z.B. Mutter, Vater) entwickeln 10-mal häufiger eine bipolare Störung als Personen ohne erbliche Vorbelastung. Ist ein Elternteil erkrankt, liegt das eigene Erkrankungsrisiko bei 10 bis 20 %. Sind beide Elternteile krank, erhöht sich das Risiko auf bis zu 60 %.
  • Charaktereigenschaften: Menschen mit bestimmten Charaktereigenschaften haben ein erhöhtes Risiko für eine bipolare Störung. Dazu zählen vor allem Personen, die von Natur aus eher extrovertiert und übertrieben ausgelassen (hypothym) sind.
  • äußere Einflüsse: Einschneidende Lebensereignisse (z.B. Trennung der Eltern, Tod eines Angehörigen) oder Traumata (z.B. durch Missbrauch) können eine akute manische oder depressive Episode auslösen, wenn die Person entsprechend veranlagt ist.

Wie diagnostiziert man eine bipolare Störung?

Bis der Arzt eine bipolare Störung diagnostiziert, kann einige Zeit vergehen. Insbesondere (hypo-)manische Phasen werden oft lange übersehen. Der Grund: Viele Betroffene fühlen sich durch die Hochstimmung gar nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil – sie sind froh, nach einer depressiven Phase wieder besser gelaunt zu sein. Sie bemerken nicht, dass ihre Stimmung über ein gesundes Maß hinausgeht und reagieren bisweilen aggressiv, wenn Angehörige sie darauf hinweisen. So geht der Arzt möglicherweise zunächst davon aus, es habe sich um eine reine Depression gehandelt.
Es gilt: Erst wenn der Arzt sowohl mindestens eine (hypo-)manische als auch eine depressive Episode festgestellt hat, kann er eine bipolare Störung (manisch-depressive Erkrankung) diagnostizieren.
Nicht jede Missstimmung ist gleich eine Depression. Und nicht jede Hochstimmung muss bedeuten, dass es sich um eine Manie handelt. Um herauszufinden, ob sein Patient tatsächlich gerade eine manische beziehungsweise depressive Phase durchmacht, wird sich der Arzt an bestimmten Diagnosekriterien orientieren. Ein Beispiel: Um von einer depressiven Episode zu sprechen, muss die Stimmung über mindestens zwei Woche hinweg gedrückt sein. Dabei müssen mindestens vier von zehn typischen Symptomen auftreten – darunter wenigstens zwei der drei Hauptsymptome (gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Antriebsminderung).

Quelle: https://www.onmeda.de/krankheiten/bipolare-stoerung.html


Mittwoch, 15. August 2018

Meditation zur Prävention


Meditation ist eine sehr gute Präventionsmaßnahme gegen Burnout und Depressionen.
Meditation ist eine hervorragende Möglichkeit sich selbst und sein seelisches
Gleichgewicht zu finden.
In der letzten Konsequenz kann man mit Meditation auch zu Gott finden.
Davon bin ich überzeugt.

Das Meditation ein sehr gutes Instrument ist, um sich gesundheitlich (Ausgeglichenheit, Ruhe und innere Kraft) zu verbessern, ist wohl weltweit inzwischen anerkannt und kann ich an dieser Stelle als allgemeine Erkenntnis voraussetzen.

Vor ein paar Monaten bin ich auf eine Meditationsmethode gestoßen, die ich seitdem auch selbst täglich praktiziere. Es ist eine weltweite Bewegung, die frei und unabhängig von Religionen auftritt.
In verschiedenen Teilen Deutschlands gibt es inzwischen Meditationsgruppen und es gibt auch eine Online-Gruppenmeditation.

Meditation kann ihr Leben (zum positiven!) verändern.
Hier ist der Link zu meiner empfohlenen Bewegung / Gruppe:
https://de.samarpanmeditation.org/index.html

Montag, 13. August 2018

Internet-Therapie gegen Depressionen


Online gegen Depressionen und Burnout vorgehen. Ja das ist möglich ! Lesen:
Neue Internet-Therapie kann auch gegen schwere Depressionen helfen

Wirksame Depressionstherapie für zu Hause
Wie eine aktuelle Studie berichtet, sind internetbasierte psychologische Therapiemaßnahmen ein sinnvolles Konzept zur Behandlung von Depressionen. Selbst für Betroffenen, die schwere Symptome zeigen, sei das Format geeignet. Laut den Studienautoren gibt es keine Patientengruppe, die nicht von der Internetbehandlung profitieren kann. Auch ältere Betroffene, Patienten mit geringer Bildung oder auch Betroffene, die unter sehr schweren Depressionen leiden, zeigten substantielle Verbesserungen nach der Internettherapie.

Das sind die Ergebnisse einer Studie des Forscherteams um den Psychologen Dr. David Ebert, der Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) unterrichtet. Das Team hat in einer Metaanalyse 24 klinische Studien ausgewertet, die Daten von knapp 5000 Patienten umfassen. Ihre Studienergebnisse publizierten die Forschenden kürzlich in dem Fachjournal „Clinical Psychology Review”.

Häufige Vorbehalte gegen die Internetbehandlung

„Die Online-Behandlung von psychischen Erkrankungen begegnet häufig Vorbehalten“, schreiben die Psychologen in einer Pressemitteilung zu den Studienergebnissen. Die größte Skepsis herrsche gegenüber den Patienten mit einer schweren Depression. Sie seien zu stark eingeschränkt, um das Internet für sich zu nutzen, so die gängige Befürchtung. Das Team von Dr. Ebert konnte diese Befürchtungen widerlegen und die geeignete Zielgruppe für solche Behandlungen näher bestimmen.

Depressionspatienten profitieren von einer Internetbehandlung

Die Metaanalyse ermöglichte den Forschern, herauszufinden, welche Patientengruppen beser oder schlechter von der neuen Internetbehandlung profitieren. Außerdem konnten die Wissenschaftlern Faktoren erkennen, die die Wirksamkeit einer solchen Therapie beeinflussen. „Die Ergebnisse der Studie sind eindeutig“, so das Urteil der Forscher. Internettherapien würden in der Tat zu klinisch bedeutsamen Veränderungen bei Depressionspatienten führen.

Vergleichbare Effekte mit klassischen Therapien

Wie die Psychologen berichten, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Besserung bei den depressiven Symptomen zeigt, vergleichbar mit den klassischen Therapieformaten. Eine Internettherapie könne die gleichen positiven Effekte haben, wie eine Psychotherapie oder eine Medikation mit Antidepressiva.

Alle profitierten

„Es gab keine Patientengruppe, die nicht von der Internetbehandlung profitierte“, resümieren die Studienautoren. Auch ältere Betroffene, solche mit geringer Bildung oder auch Patienten mit sehr schwerer Depression hätten substantielle Verbesserungen aufgezeigt. Man müsse sie also nicht grundsätzlich von der Behandlung ausschließen, so das Fazit der Experten.

Eine Sache gibt es zu bedenken

Die Forscher geben zu bedenken, dass man die Ergebnisse im richtigen Kontext sehen muss. „Die untersuchten Betroffenen haben sich aktiv für die Behandlung durch das Internet entschieden“, erläutern die Psychologen. Die Ergebnisse der Studie könnten also nicht auf alle Patienten übertragen werden, sondern nur auf jene, die sich bewusst für eine solche Behandlung entscheiden. Wer also aufgeschlossen gegenüber einer Internettherapie ist, dem könne äußerst wirksam geholfen werden, so lautet die Empfehlung des Forscherteam um den Psychologen Dr. Ebert.

Quelle: https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/neue-internet-therapie-kann-auch-gegen-schwere-depressionen-helfen-20180812420845

Samstag, 11. August 2018

Burnout und besonders gefährdete Berufsgruppen


Haben Sie gewusst oder sich mal Gedanken dazu gemacht, dass es bestimmte Berufe gibt, welche besonders stark für Burnout anfällig sind ?
Und wenn man sich diese Beruf anschaut, dann überrascht der ein oder andere Beruf bestimmt,
weil man die Personen in diesem Beruf für besonders stark hält !

Zu den Berufen gehören Pädagogen (Lehrer, Erzieher), Polizei, Rettungskräfte (Feuerwehr, Notfallsanitäter), Ärzte, Priester, Pfleger und noch andere.
Besonders Polizei, Ärzte und Priester dürfte viele wundern lassen...
Diese hält man von Berufswegen für "stark".

Alle diese Berufsgruppen haben eines gemeinsam:
Es sind Männer und Frauen, die sich in ihrem Beruf für andere Menschen einsetzen und helfen wollen. Und genau dies ist die größte Gefährdung, seine eigene Gesundheit zu "opfern" weil man in seinem Beruf aufgeht und viel für andere erreichen möchte. Hierbei werden die eigenen Grenzen überschritten und man verbrennt.

Donnerstag, 9. August 2018

Begeisterung statt Burnout


Ja so heißt der Blog und dazu möchte ich jetzt auch etwas schreiben.
Warum dieser Titel ?
Weil ich der festen Überzeugung bin, dass dort wo Begeisterung vorliegt
(für welche Sache auch immer) ein "ausgebrannt sein" unmöglich ist.
Solange man sich für Dinge (und sei es auch nur eine einzige Sache) begeistern
kann, wird man kein Burnout oder eine Depression bekommen!
Das ist mein fester Glaube.

Also gilt es - als Mittel (Naturmedizin) gegen den Burnout - sich ein Thema zu suchen,
wo man sich dafür begeistern kann.
Menschen in einem Burnout / Depression haben nichts mehr wofür sie sich begeistern
können, sie können sich kaum nach an Dingen erfreuen, geschweige mehr.

Hören Sie in ihr Herz hinein.
Was macht mir richtig Spaß ?
Wo liegen meine Interessen / meine Leidenschaften ?
Was sind meine Hobbies ?
Was wollte ich schon immer mal tun / ausprobieren ?
Das sind die Fragen und Dinge mit denen Sie sich beschäftigen müssen.

Seien Sie voller Begeisterung, voller Freude und Leidenschaft,
solange Sie sich das bewahren können, werden Sie brennen aber nicht verbrennen!
Fernsehen lässt das Gehirn schrumpfen


Sag ich doch ! Fernsehen hat eindeutig mehr Schaden als Nutzen.
Lesen Sie lieber ein gutes Buch, gehen Sie an der frischen Luft spazieren
oder meditieren Sie...
Zum Artikel:

20 Jahre täglich vier Stunden fernsehen – das tut dem Gehirn nicht gut. Jedenfalls gehen dabei übermäßig viele grauen Zellen zugrunde und das Vielfernsehen steigert eventuell das Demenzrisiko, so eine Studienauswertung.

CHICAGO. Dass Menschen, die täglich vier und mehr Stunden vor der Glotze verbringen, selten zur intellektuelle Spitze gehören, darf wohl auch ohne Belege aus groß angelegten Studien als evident gelten.
Strittig ist eher die Frage, ob das meist äußerst seichte Programm das Hirn zersetzt oder ob es eher am passiven In-den-Bildschirm-Starren liegt, wenn nach langjährigem Fernsehkonsum die kognitiven Fähigkeiten auf der Strecke bleiben. Natürlich könnte auch eine reverse Kausalität vorliegen: Weniger intelligenten Zeitgenossen fällt in ihrer Freizeit vielleicht nichts Besseres ein, als die Zeit vor der Glotze totzuschlagen.
Eine neue, noch unveröffentlichte Auswertung der CARDIA*-Studie (Coronary Artery Risk Development in Young Adults) kann dies zwar auch nicht ganz ausschließen, sie legt aber nahe, dass auf den übermäßigen Fernseherkonsum der geistige und hirnorganische Abbau folgt: So zeigen jungen Erwachsene, die über 20 Jahre hinweg täglich vier oder mehr Stunden durch das Fernseherprogramm zappen, im mittleren Lebensalter ein signifikant geringeres Volumen der grauen Substanz als solche mit moderatem oder geringem Fernsehkonsum.
Darauf hat Dr. Tina Hoang vom Northern California Institute for Research and Education auf dem internationalen Alzheimerkongress in Chicago hingewiesen. Ein kausaler Zusammenhang vorausgesetzt, könnte ein übermäßiger Fernsehkonsum also das Demenzrisiko steigern.

Bereinigte Resultate konstant

Das Team um Hoang hatte bereits vor zweieinhalb Jahren Resultate der CARDIA-Studie zu den Auswirkungen des TV-Konsums publiziert. Danach schnitten junge Erwachsenen mit einem über 20 Jahre anhaltenden hohen Fernseherkonsum später in diversen Kognitionstest deutlich schlechter ab als Altersgenossen, die nur wenig oder mäßig viel Zeit vor der Glotze verbracht hatten.
Selbst wenn die körperliche Aktivität und das Bildungsniveau berücksichtigt wurden, ließ sich ein negativer Effekt des Fernsehens nachweisen, wenngleich dieser etwas weniger stark bei solchen Teilnehmern zu beobachten war, die trotz hohem Fernsehkonsum noch etwas Zeit für körperliche Betätigungen fanden. Viel Fernsehen und wenig Bewegung – diese Kombination scheint für die geistige Leistung also besonders abträglich zu sein.
In ihrer aktuellen Auswertung haben sich die Forscher um Hoang auf knapp 700 Teilnehmer der Studie konzentriert, die sich 25 Jahre nach Beginn einer strukturellen Hirn-MRT unterzogen hatten. An CARDIA haben insgesamt mehr als 5100 Personen im Alter von 18 bis 30 Jahren teilgenommen, knapp 3500 hielten bis zu letzten Untersuchung durch. Der TV-Konsum war ab dem fünften Studienjahr regelmäßig abgefragt worden, sodass nun Erhebungen über 20 Jahre hinweg vorliegen.

Morbide Vielfernseher

Zum Zeitpunkt der MRT-Analyse waren die Teilnehmer 50 Jahre alt. Im Schnitt hatten sie über die vergangenen zwei Dekaden hinweg 2,3 Stunden täglich auf den TV-Bildschirm gestarrt, 15% sogar vier oder mehr Stunden. Solche Vielfernseher waren überproportional häufig Afroamerikaner, Raucher und Sportallergiker, auch hatten sie vermehrt Depressionen, Bluthochdruck und ein geringes Bildungsniveau.
Berücksichtigen die Forscher Alter, Geschlecht, Ethnie sowie das intrakranielle Volumen, ergab sich ein signifikanter Zusammenhang mit hohem Fernseherkonsum und geringem Gesamthirnvolumen, geringem Volumen der grauen Substanz und einem reduzierten Volumen im Frontalhirn. Andere Bereiche wie Hippocampus und entorhinaler Kortex sowie die weiße Substanz zeigten hingegen keine Volumenminderung in Abhängigkeit vom Fernsehkonsum.

Warnhinweise nötig?

Wurden vaskuläre Risikofaktoren wie Nikotin- und Alkoholkonsum, Adipositas, Hypertonie, Depression sowie die körperliche Aktivität ebenfalls in die Rechnung aufgenommen, blieb ein signifikanter Zusammenhang bei der grauen Substanz im Allgemeinen und dem Frontalhirn im Besonderen bestehen. Danach scheint fernzusehen tatsächlich einen hirnzersetzenden Einfluss auszuüben, der sich nicht allein mit wenig Bewegung und vaskulären Risikofaktoren erklären lässt.
Liegt es also am Programm? Sollte bei Talkshows und Seifenopern ein Warnhinweis eingeblendet werden – wie "Fernsehen schadet ihrer geistigen Gesundheit?" oder "Fernsehen lässt das Hirn schneller schrumpfen"? Soweit wollte Hoang nicht gehen, sprach aber von einer geringeren kognitiven Reserve bei Personen mit hohem Fernseherkonsum, bedingt durch ihren sedentären Lebensstil. Der hohe TV-Konsum könnte auch nur ein Marker für einen solchen Lebenswandel sein, sagte die Expertin.
Allerdings wurde in der Studie nicht untersucht, ob sich viel Zeit vor dem Computerbildschirm mit kognitiv meist anspruchsvolleren Tätigkeiten ebenfalls negativ auf die Hirnzellen auswirkt. Ein großes Manko ist zudem, dass keine Bildgebungsdaten vom Studienbeginn vorliegen. Damit hätte man klären können, ob das Hirn bei Vielfernsehern tatsächlich schneller schrumpft – mit einer einzigen MRT-Untersuchung ist leider kein zeitlicher Verlauf darstellbar.
Jedoch erscheint es wenig plausibel, dass jungen Menschen mit von Beginn an geringerem Hirnvolumen eher vor der Glotze hängen. Wahrscheinlicher dürfte letztlich doch sein, dass Zeitgenossen, die ihre grauen Zellen den halben Tag mit seichter Unterhaltung langweilen, ihnen vorzeitig den Garaus machen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Frage: Welchen Einfluss hat ein langjährig hoher Fernsehkonsum auf das Hirnvolumen?
  • Antwort: Die graue Substanz schrumpft schneller als bei geringem Konsum.
  • Bedeutung: Viel Fernsehen könnte eine Demenz begünstigen.
  • Einschränkung: Geringe Teilnehmerzahl, kein Vergleich mit anderen Bildschirmtätigkeiten.

Quelle: https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/demenz/article/969074/studie-fernsehen-laesst-hirn-schneller-schrumpfen.html