Samstag, 11. August 2018

Burnout und besonders gefährdete Berufsgruppen


Haben Sie gewusst oder sich mal Gedanken dazu gemacht, dass es bestimmte Berufe gibt, welche besonders stark für Burnout anfällig sind ?
Und wenn man sich diese Beruf anschaut, dann überrascht der ein oder andere Beruf bestimmt,
weil man die Personen in diesem Beruf für besonders stark hält !

Zu den Berufen gehören Pädagogen (Lehrer, Erzieher), Polizei, Rettungskräfte (Feuerwehr, Notfallsanitäter), Ärzte, Priester, Pfleger und noch andere.
Besonders Polizei, Ärzte und Priester dürfte viele wundern lassen...
Diese hält man von Berufswegen für "stark".

Alle diese Berufsgruppen haben eines gemeinsam:
Es sind Männer und Frauen, die sich in ihrem Beruf für andere Menschen einsetzen und helfen wollen. Und genau dies ist die größte Gefährdung, seine eigene Gesundheit zu "opfern" weil man in seinem Beruf aufgeht und viel für andere erreichen möchte. Hierbei werden die eigenen Grenzen überschritten und man verbrennt.

Donnerstag, 9. August 2018

Begeisterung statt Burnout


Ja so heißt der Blog und dazu möchte ich jetzt auch etwas schreiben.
Warum dieser Titel ?
Weil ich der festen Überzeugung bin, dass dort wo Begeisterung vorliegt
(für welche Sache auch immer) ein "ausgebrannt sein" unmöglich ist.
Solange man sich für Dinge (und sei es auch nur eine einzige Sache) begeistern
kann, wird man kein Burnout oder eine Depression bekommen!
Das ist mein fester Glaube.

Also gilt es - als Mittel (Naturmedizin) gegen den Burnout - sich ein Thema zu suchen,
wo man sich dafür begeistern kann.
Menschen in einem Burnout / Depression haben nichts mehr wofür sie sich begeistern
können, sie können sich kaum nach an Dingen erfreuen, geschweige mehr.

Hören Sie in ihr Herz hinein.
Was macht mir richtig Spaß ?
Wo liegen meine Interessen / meine Leidenschaften ?
Was sind meine Hobbies ?
Was wollte ich schon immer mal tun / ausprobieren ?
Das sind die Fragen und Dinge mit denen Sie sich beschäftigen müssen.

Seien Sie voller Begeisterung, voller Freude und Leidenschaft,
solange Sie sich das bewahren können, werden Sie brennen aber nicht verbrennen!
Fernsehen lässt das Gehirn schrumpfen


Sag ich doch ! Fernsehen hat eindeutig mehr Schaden als Nutzen.
Lesen Sie lieber ein gutes Buch, gehen Sie an der frischen Luft spazieren
oder meditieren Sie...
Zum Artikel:

20 Jahre täglich vier Stunden fernsehen – das tut dem Gehirn nicht gut. Jedenfalls gehen dabei übermäßig viele grauen Zellen zugrunde und das Vielfernsehen steigert eventuell das Demenzrisiko, so eine Studienauswertung.

CHICAGO. Dass Menschen, die täglich vier und mehr Stunden vor der Glotze verbringen, selten zur intellektuelle Spitze gehören, darf wohl auch ohne Belege aus groß angelegten Studien als evident gelten.
Strittig ist eher die Frage, ob das meist äußerst seichte Programm das Hirn zersetzt oder ob es eher am passiven In-den-Bildschirm-Starren liegt, wenn nach langjährigem Fernsehkonsum die kognitiven Fähigkeiten auf der Strecke bleiben. Natürlich könnte auch eine reverse Kausalität vorliegen: Weniger intelligenten Zeitgenossen fällt in ihrer Freizeit vielleicht nichts Besseres ein, als die Zeit vor der Glotze totzuschlagen.
Eine neue, noch unveröffentlichte Auswertung der CARDIA*-Studie (Coronary Artery Risk Development in Young Adults) kann dies zwar auch nicht ganz ausschließen, sie legt aber nahe, dass auf den übermäßigen Fernseherkonsum der geistige und hirnorganische Abbau folgt: So zeigen jungen Erwachsene, die über 20 Jahre hinweg täglich vier oder mehr Stunden durch das Fernseherprogramm zappen, im mittleren Lebensalter ein signifikant geringeres Volumen der grauen Substanz als solche mit moderatem oder geringem Fernsehkonsum.
Darauf hat Dr. Tina Hoang vom Northern California Institute for Research and Education auf dem internationalen Alzheimerkongress in Chicago hingewiesen. Ein kausaler Zusammenhang vorausgesetzt, könnte ein übermäßiger Fernsehkonsum also das Demenzrisiko steigern.

Bereinigte Resultate konstant

Das Team um Hoang hatte bereits vor zweieinhalb Jahren Resultate der CARDIA-Studie zu den Auswirkungen des TV-Konsums publiziert. Danach schnitten junge Erwachsenen mit einem über 20 Jahre anhaltenden hohen Fernseherkonsum später in diversen Kognitionstest deutlich schlechter ab als Altersgenossen, die nur wenig oder mäßig viel Zeit vor der Glotze verbracht hatten.
Selbst wenn die körperliche Aktivität und das Bildungsniveau berücksichtigt wurden, ließ sich ein negativer Effekt des Fernsehens nachweisen, wenngleich dieser etwas weniger stark bei solchen Teilnehmern zu beobachten war, die trotz hohem Fernsehkonsum noch etwas Zeit für körperliche Betätigungen fanden. Viel Fernsehen und wenig Bewegung – diese Kombination scheint für die geistige Leistung also besonders abträglich zu sein.
In ihrer aktuellen Auswertung haben sich die Forscher um Hoang auf knapp 700 Teilnehmer der Studie konzentriert, die sich 25 Jahre nach Beginn einer strukturellen Hirn-MRT unterzogen hatten. An CARDIA haben insgesamt mehr als 5100 Personen im Alter von 18 bis 30 Jahren teilgenommen, knapp 3500 hielten bis zu letzten Untersuchung durch. Der TV-Konsum war ab dem fünften Studienjahr regelmäßig abgefragt worden, sodass nun Erhebungen über 20 Jahre hinweg vorliegen.

Morbide Vielfernseher

Zum Zeitpunkt der MRT-Analyse waren die Teilnehmer 50 Jahre alt. Im Schnitt hatten sie über die vergangenen zwei Dekaden hinweg 2,3 Stunden täglich auf den TV-Bildschirm gestarrt, 15% sogar vier oder mehr Stunden. Solche Vielfernseher waren überproportional häufig Afroamerikaner, Raucher und Sportallergiker, auch hatten sie vermehrt Depressionen, Bluthochdruck und ein geringes Bildungsniveau.
Berücksichtigen die Forscher Alter, Geschlecht, Ethnie sowie das intrakranielle Volumen, ergab sich ein signifikanter Zusammenhang mit hohem Fernseherkonsum und geringem Gesamthirnvolumen, geringem Volumen der grauen Substanz und einem reduzierten Volumen im Frontalhirn. Andere Bereiche wie Hippocampus und entorhinaler Kortex sowie die weiße Substanz zeigten hingegen keine Volumenminderung in Abhängigkeit vom Fernsehkonsum.

Warnhinweise nötig?

Wurden vaskuläre Risikofaktoren wie Nikotin- und Alkoholkonsum, Adipositas, Hypertonie, Depression sowie die körperliche Aktivität ebenfalls in die Rechnung aufgenommen, blieb ein signifikanter Zusammenhang bei der grauen Substanz im Allgemeinen und dem Frontalhirn im Besonderen bestehen. Danach scheint fernzusehen tatsächlich einen hirnzersetzenden Einfluss auszuüben, der sich nicht allein mit wenig Bewegung und vaskulären Risikofaktoren erklären lässt.
Liegt es also am Programm? Sollte bei Talkshows und Seifenopern ein Warnhinweis eingeblendet werden – wie "Fernsehen schadet ihrer geistigen Gesundheit?" oder "Fernsehen lässt das Hirn schneller schrumpfen"? Soweit wollte Hoang nicht gehen, sprach aber von einer geringeren kognitiven Reserve bei Personen mit hohem Fernseherkonsum, bedingt durch ihren sedentären Lebensstil. Der hohe TV-Konsum könnte auch nur ein Marker für einen solchen Lebenswandel sein, sagte die Expertin.
Allerdings wurde in der Studie nicht untersucht, ob sich viel Zeit vor dem Computerbildschirm mit kognitiv meist anspruchsvolleren Tätigkeiten ebenfalls negativ auf die Hirnzellen auswirkt. Ein großes Manko ist zudem, dass keine Bildgebungsdaten vom Studienbeginn vorliegen. Damit hätte man klären können, ob das Hirn bei Vielfernsehern tatsächlich schneller schrumpft – mit einer einzigen MRT-Untersuchung ist leider kein zeitlicher Verlauf darstellbar.
Jedoch erscheint es wenig plausibel, dass jungen Menschen mit von Beginn an geringerem Hirnvolumen eher vor der Glotze hängen. Wahrscheinlicher dürfte letztlich doch sein, dass Zeitgenossen, die ihre grauen Zellen den halben Tag mit seichter Unterhaltung langweilen, ihnen vorzeitig den Garaus machen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Frage: Welchen Einfluss hat ein langjährig hoher Fernsehkonsum auf das Hirnvolumen?
  • Antwort: Die graue Substanz schrumpft schneller als bei geringem Konsum.
  • Bedeutung: Viel Fernsehen könnte eine Demenz begünstigen.
  • Einschränkung: Geringe Teilnehmerzahl, kein Vergleich mit anderen Bildschirmtätigkeiten.

Quelle: https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/demenz/article/969074/studie-fernsehen-laesst-hirn-schneller-schrumpfen.html

Dienstag, 7. August 2018





            

Montag, 6. August 2018

Mediziner und Burnout


Viele werden sich beim Lesen des Artikels vielleicht die Augen reiben oder zumindest wundern.
Aber gerade Mediziner, die wo uns helfen sollen, haben beim Thema Burnout am meisten mit sich selbst zu kämpfen. Aber lesen Sie selbst:

Lange Arbeitstage, permanenter Stress, strapaziöse Arbeitsbedingungen – da drohen Burnout oder gar Sui­zid. Resilienz­trainings für Ärzte können nur zum Teil helfen und in einigen Fällen sogar kontraproduktiv wirken.

Das Problem drängt auf eine Lösung: Ärzte in Job und Ausbildung gehören zu den Arbeitnehmern mit dem höchsten Burnout- und Suizidrisiko überhaupt. Gerade die Allgemeinmediziner und andere erstversorgende Ärzte sind am härtesten von dem Übel betroffen, mahnt Professor Dr. Alan J. Card. In vielen Gesundheitssystemen sei die unhaltbare Situation zwar immerhin erkannt worden, schreibt der Wissenschaftler von der Pädiatrie der University of California in San Diego in einem Essay. Aber mit den bisherigen Lösungsversuchen dürfe man nicht zufrieden sein.

Bewältigungstraining sinnvoll für „unvermeidliche Leiden“

Vielerorts, so beschreibt der Mediziner, versuche man, die Stressbewältigungsstrategien der Kollegen zu verbessern. Das aber sei keineswegs die richtige Antwort auf Missstände am individuellen Arbeitsplatz oder im Gesundheitswesen allgemein, stellt der Autor klar. Ohne Frage seien bestimmte Formen von psychologischem Stress fester Bestandteil des ärztlichen Berufs: Therapiebemühungen scheitern, Angehörige drängen und klagen, über Leben und Tod wird manchmal basierend auf dürftigster Datenlage entschieden – bei der Bewältigung solcher „unvermeidlichen Leiden“, räumt Prof. Card ein, könne eine gut trainierte psychologische Widerstandskraft dem Einzelnen sicherlich gute Dienste leisten.
Andere belastende Situationen seien jedoch keineswegs unvermeidbarer Bestandteil des Arztberufs: Stressoren wie permanente Überlastung, schlechte Ausstattung oder eine unkollegiale, feindselige Arbeits­atmosphäre könne und müsse man mit entsprechenden Maßnahmen begegnen. Probate Maßnahme gegen derartige „vermeidbare Leiden“, wie Prof. Card sie nennt, sei jedenfalls nicht, die Mitarbeiter darin zu trainieren, die Kalamitäten bereitwilliger hinzunehmen. Notwendig seien Systemverbesserungen, die die Missstände präventiv und nachhaltig unterbinden.

Eine gute Kommunikation kann schon helfen

„Ein Resilienztraining trägt nicht dazu bei, die Ursachen für vermeidbare Leiden zu beseitigen. Vielmehr kann es selbst Probleme auslösen“, kritisiert der Autor. Indem es zum einen die Illusion fördert, es gäbe einfache Lösungen – und dadurch notwendigen Veränderungen eher im Weg steht. „Zum anderen gibt es betroffenen Ärzten das Gefühl, eine Mitschuld an den Schwierigkeiten zu tragen. Dass ihre Ohnmacht, die Belastungen wegzustecken, ein Zeichen für ihre persönliche Schwäche ist.“
Schon mit dem Lösen alltäglicher Probleme, zum Beispiel mithilfe guter Kommunikation, lassen sich die Arbeitsbedingungen für Ärzte erheblich verbessern. Dabei hätten Krankenhäuser und andere Einrichtungen der medizinischen Versorgung oft schon die Werkzeuge zur Hand und verfügten über die entsprechende Infrastruktur.
„Nun müssen wir bloß sicherstellen, dass man die Ressourcen nutzt, um nicht nur die Patienten zu schützen – sondern auch die Ärzte“, fordert der Autor. Danach ist seiner Meinung nach ein Resilienztraining als weitere Maßnahme immer herzlich willkommen.

Quelle: https://www.medical-tribune.de/medizin-und-forschung/artikel/ein-mediziner-kennt-keinen-stress/

Sonntag, 5. August 2018

Siegmund Freud über Depressionen


Siegmund Freud soll mal gesagt haben: „Bevor Sie bei sich oder bei anderen eine Depression diagnostizieren, stellen Sie sicher, dass Sie nicht komplett von Arschlöchern umgeben sind „!
Burnout - Das Beste was mir je passiert ist


Genau diese These vertrete ich auch. Burnout als Chance, als Hinweis deines Körpers zu verstehen. Es ist eine Chance sein Leben zu verändern, sein Leben zu verbessern.
Der unten stehende Artikel ist ein Fall, wo diese (Um)Interpretation der Erkrankung Burnout erfolgreich gelungen ist. Die junge Dame ist wie ein Phönix aus der Asche, aus ihrem Burnout herausgekommen und ist nun ein anderer (stärkerer) Mensch.

Artikel: Kann ich in einem Text über schreiben, dass diese Krankheit vielleicht das Beste ist, was mir je passiert ist? Darf ich das? Ist das nicht grob fahrlässig?
Diese Frage geht mir durch den Kopf, seit ich eben diesen Text schreiben will. Und gleich vorneweg: Burn-out ist kein Kindergeburtstag. Sondern ein Arschloch. Burn-out bedeutet nicht, dass man einfach drei Monate Urlaub braucht, weil man es mit der Arbeit in letzter Zeit ein wenig übertrieben hat. Burn-out ist lebensgefährlich. Und selbst wenn es nicht tödlich ist, reicht es allemal, um das eigene Leben und das nahestehender Menschen zu zerstören. Ich weiß das nur zu gut und ich will da auch ganz bestimmt nicht noch einmal durch.

Ich war 27 und liebte mein Leben ...

Aber ich komme trotzdem nicht umhin festzustellen, dass es vielleicht das Beste war, was mir hätte passieren können.  Ich war 27, arbeitete seit ein paar Jahren als PR-Managerin in der Medienbranche und war eigentlich auf dem besten Weg, Karriere zu machen. Ich wurde gefördert, ich wurde gefordert, die Arbeit war aufregend. Ich liebte dieses Zusammenspiel, ich liebte mein Leben.
Und dann saß ich plötzlich in der Psychiatrie.
Nicht mit ein bisschen Erschöpfung, wie sich das manche vielleicht so vorstellen. Sondern mit einer schweren , Panikattacken und einer Angststörung, die sich anschickte, sich zu generalisieren, also auf alle Bereiche meines Lebens überzugreifen.

... stürzte innerhalb von acht Wochen in den Abgrund ...

In nur acht Wochen war ich von einem "mir geht es okay" in einen Abgrund gestürzt, der so tief und so finster war, dass ich dafür keine Wort finde.
Ich hörte auf zu sprechen. Ich hörte auf mich zu bewegen. Ich, die Worte wie "stillsitzen" oder "Mund halten" nie auch nur buchstabieren konnte, saß stundenlang regungslos auf meinem Psychiatriebett und starrte auf den dürren Fichtenwald vor meinem Fenster.  Ich hatte katastrophale Wochen hinter mir. Suizidgedanken und komplette Ausraster inklusive. Mein Leben lag in Scherben.
Ich hätte mich an diese klammern können und jammern. Mich mit der Opferrolle abfinden. Wer war ich denn schon gegenüber dieser fiesen, erdrückenden Depression? Gegenüber diesem übermächtigen Tornado in meinem Kopf? Gegenüber dieser unbarmherzigen, unmenschlichen Welt? Ein Nichts war ich und genauso fühlte ich mich lange Zeit. Stattdessen ließ ich irgendwann endlich die Scherben los.

... und lernte mich dann neu kennen!

Nichts von dem, was passiert war, hatte ich aufhalten können. Im Gegenteil: Je mehr ich versucht hatte, an meinem Leben, das mir mehr und mehr aus den Fingern glitt, festzuhalten, desto mehr davon rann mir durch die Finger. Also ließ ich mich ein - auf alles was da noch kommen sollte.
Diese Zeit – eineinhalb Jahre – war alles andere als einfach und es gab nicht selten Momente, in denen ich verzweifelte, in denen ich mich fragte, ob ich je wieder ein normales Leben führen würde. Und gerade deshalb würde ich nie behaupten, dass jeder Betroffene "es einfach wie ich machen sollte". Pauschalisierende Ratschläge sind nämlich das allerletzte, was Betroffene brauchen. Und wie eingangs beschrieben: Burn-out macht keinen Spaß. Ich ziehe den Hut vor jedem, der bemerkt, dass sein Leben in die verkehrte Richtung läuft – bevor er in den Abgrund rauscht. Ich war nicht so klug.
Für mich kann ich jedoch feststellen: In dieser schwierigen Zeit lernte ich mich neu kennen. Ich entdeckte wieder, wie viel Kraft und wieviel Energie mein Kopf, mein Körper und auch meine Seele hatten. Wie viel Leben doch noch in mir steckte.  Ich lernte, Grauzonen zu akzeptieren. Nicht alle Tage sind golden. Manche sind auch weit, weit entfernt davon, golden zu sein. Aber die meisten haben zumindest einen Goldrand, wenn man nur gut genug hinsieht.
Ich lernte, Entscheidungen bewusst zu treffen. Die einzige, die über meine Leben bestimmt, bin ich. Und selbst, wenn ich noch so ohnmächtig erscheine – ich bin diejenige, die entscheidet, ob ich lache oder weine. Ob ich kämpfe oder die Dinge sein lasse, wie sie sind. Die entscheidet, ob schlechte Gedanken in mir einen Platz bekommen oder nicht. Und ich lernte, wieder auf mich zu hören.
Nicht auf die vielen Do's und Don'ts, die es sich in meinem Kopf gemütlich gemacht hatten. Wann zum Teufel hatte ich selbst angefangen zu glauben, ich müsste Karriere machen und verheiratet sein, um glücklich zu werden?
Der Tag des völligen Absturzes jährt sich exakt heute zum dritten Mal. Und es ist genau das passiert, wovor ich sehr lange Zeit riesige Angst gehabt hatte: Nichts ist mehr so, wie es vor dem Burn-out war. Es hat sich alles verändert. Ich wohne in einer anderen Stadt, mache eine neue Ausbildung, der Glamour ist aus meinem Leben verschwunden.

So gut wie alles ist jetzt anders. Es ist viel besser

Quelle: https://www.stern.de/neon/herz/psyche-gesundheit/burn-out--warum-es-das-beste-war--was-mir-je-passiert-ist-8192666.html