Freitag, 16. August 2019

Ein guter Chef ist das beste Mittel gegen Burnout


Arbeitgeber tragen maßgeblich zum Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter bei – und spielen darüber hinaus eine entscheidende Rolle in Sachen Burnout-Prävention. Das geht aus einer Umfrage unter 1.153 ehemaligen Burnout-Patienten hervor, die die Universität Gent (UGent) in Zusammenarbeit mit der Zeitung „De Morgen“ durchgeführt hat.

Sieben von zehn Teilnehmern gaben demnach an, dass fehlendes Feedback ihrer Vorgesetzten zu einem Burnout geführt habe.
Ebenfalls sieben von zehn Befragten nannten ständige Erreichbarkeit, die von ihrem Arbeitgeber erwartet wurde, als Auslöser für ihre emotionale, körperliche und geistige Erschöpfung. Für acht von zehn Befragten führten Arbeitsrhythmus und Arbeitsbelastung zum Burnout.
Arbeitsökonom Stijn Baert von der Universität Gent betonte gegenüber der Zeitungen „De Morgen“ und „Het Laatste Nieuws“, dass Arbeitgeber dieses Thema ernst nehmen müssen.

Quelle: https://www.grenzecho.net/19323/artikel/2019-08-16/ein-guter-chef-ist-das-beste-mittel-gegen-burnout

Mittwoch, 14. August 2019

Fast die Hälfte der Deutschen hatte schon mal einen Burnout


Laut einer aktuellen Studie ist Burnout auf dem besten Wege, zur Volkskrankheit zu werden. Und dennoch: Viele trauen sich nicht, mit ihren Symptomen zum Arzt zu gehen, denn die Angst vor dem Stigma ist noch immer groß

Pausenlos gestresst, antriebslos, müde, mutlos, leer — die Symptome eines Burnouts gleichen oft denen einer Depression.
Wer darunter leidet, findet oft, dass ihn die einfachsten Dinge plötzlich überfordern. Die Betroffenen sind regelrecht ausgebrannt

Drohender Burnout: Halb Deutschland ist ausgebrannt

Eine europaweite Befragung durch den Pharmakonzern Stada mit 18.000 Teilnehmern hat jetzt ans Licht gebracht: Der Burnout entwickelt sich hierzulande langsam aber sicher zur Volkskrankheit.
Demnach hat die Hälfte aller Deutschen bereits entweder die Symptome gespürt, ist selbst daran erkrankt oder hat das Gefühl, kurz vor einem Burnout zu stehen.
 

Doppelbelastung macht krank

Ganz besonders grassiert das Gefühl, dass der Tank komplett leer ist, unter den 35- bis 49-Jährigen – genau diese Altersgruppe hat oft mit Kindern und Karriere die meisten Dinge unter einen Hut zu bringen.
Hier hatten 15 Prozent bereits einen Burnout und 14 Prozent das Gefühl, kurz davor zu stehen, während ganze 26 Prozent mit einem oder mehreren Symptomen zu kämpfen hatten.
Frauen sind dabei gefährdeter als Männer, da Doppelbelastungen oft an ihnen hängen bleiben.

Bei Burnout ist die Angst vor dem Arzt groß

Gleichzeitig gehen weibliche Burnout-Patienten aber auch offener mit ihren Problemen um, suchen sich eher Hilfe. Dennoch ist der Gang zum Arzt für die meisten Deutschen bei Burnout noch immer ein Problem.
Die Vorstellung, mit Müdigkeit und Überforderung bei einem Mediziner vorstellig zu werden, schreckt viele davon ab, sich rechtzeitig ärztliche Hilfe zu suchen – zu sehr wird der Gang zum 'Psycho-Doc' als Stigma empfunden.
Immerhin 19 Prozent aller Deutschen finden bei möglichen Burnout-Symptomen aber dennoch den Weg zum Psychiater, damit steht das Land europaweit an der Spitze.
In Osteuropa, wo Burnout wesentlich verbreiteter ist, klafft hingegen eine große Schere: Es gibt mehr gestresste Patienten als in Westeuropa, doch kaum jemand sucht professionelle Hilfe.
Höchste Zeit also, das Stigma zu überwinden, denn niemand muss allein leiden.

Quelle: https://www.fitforfun.de/news/fast-die-haelfte-der-deutschen-hatte-schon-mal-einen-burnout-376035.html

Dienstag, 13. August 2019

Deutliche Zunahme bei Depressionen von Kindern und Jugendlichen

 

Immer mehr Kinder und Jugendliche haben Depressionen - das geht nach einer Anfrage des NDR aus einer Erhebung der Barmer Ersatzkasse hervor.
190.000 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren sind der Studie zufolge insgesamt betroffen. Die Zahlen sind hochgerechnet aus den Daten der Kasse der Jahre 2005 bis 2017.

In der Altersgruppe der 10- bis 14-Jährigen hätten sich die Depressions-Diagnosen seit 2005 mehr als verdoppelt, bei den 15- bis 18-Jährigen seien es sogar zweieinhalb Mal so viel.

Grund offenbar Druck in Schule und Familie

Nach Ansicht des Hamburger Kinderpsychiaters Michael Schulte-Markwort sei vor allem der Druck in Schule und Familie Grund für die Depressionen. "Manchmal sagen mir auch schon Neunjährige in der vierten Klasse: Wenn ich den Überstieg ins Gymnasium nicht schaffe, ist mein Leben gelaufen", so der Psychiater. Er wünscht sich mehr Aufmerksamkeit gegenüber der Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen und dass diese auch behandelt werden, wenn es nötig ist.

Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/Studie-der-Barmer-Ersatzkasse-Immer-mehr-Kinder-und-Jugendliche-haben-Depressionen,depressionen-kinder-100.html

Etwa jeder zehnte Arbeitnehmer Opfer von Cybermobbing


Laut einer Studie der Universität Löwen und des Dienstes für Prävention und Schutz am Arbeitsplatz (Idewe) sind neun Prozent der Arbeitnehmer in Belgien von Cybermobbing am Arbeitsplatz betroffen. Das berichten die Zeitungen der Sudpresse-Gruppe am Dienstag.

Mehr als 1.000 Arbeitnehmer haben kürzlich an einer Studie zu diesem Thema teilgenommen. Heraus kam, dass neun Prozent von ihnen innerhalb der letzten sechs Monate mindestens zweimal pro Woche einer Form von Cybermobbing oder einem „Eindringen“ in ihre Privatsphäre ausgesetzt waren.
„Wir haben von Fällen erfahren, in denen Arbeitnehmer Bilder von ihren Kollegen gemacht, diese mit Hilfe von Photoshop bearbeitet und ohne deren Wissen in sozialen Netzwerken veröffentlicht haben – mit dem Ziel, den betroffenen Kollegen bloßzustellen oder zu demütigen“, sagt Professor Lode Godderis von der Universität Löwen. „Diese Art des Mobbings nimmt immer mehr zu“, so Godderis. Das Ergebnis: die betroffenen Arbeitnehmer fühlen sich häufig geistig erschöpft, sind unzufrieden und schlechter im Unternehmen integriert. „Eine Situation, die manchmal zu Burnout, Resignation oder beruflicher Neuorientierung führen kann.“
Auch wenn Arbeitgeber nicht auf Mails oder Nachrichten von Arbeitnehmern reagieren, sei darunter eine Form von Cybermobbing zu verstehen.
Schätzungen zufolge litten im vergangenen Jahr rund 150.000 Arbeitnehmer in Belgien unter Burnout-Symptomen.

Quelle: https://www.grenzecho.net/19094/artikel/2019-08-13/etwa-jeder-zehnte-arbeitnehmer-opfer-von-cybermobbing

Montag, 12. August 2019

Unterschätztes Phänomen: Daran erkennst du das Fitness-Burn-out-Syndrom


Gerade bei Stress im Job suchen viele Menschen den Ausgleich durch körperliche Anstrengung. Doch Vorsicht: Der vermeintliche Stress-Abbau kann auch zum Gegenteil führen. Statt mentaler Entspannung, folgt das sogenannte Fitness- oder Sport-Burn-out. Das sind die Anzeichen.

Sport ist gut für die Gesundheit und auch gut für die Seele. Das predigen Mediziner, Personal-Trainer und Fitness-Influencer tagein, tagaus. Doch was bei dem mentalen Glück durch Joggen und Co. oft unterschätzt wird: Es kann auch leider manchmal das Gegenteil bewirken. Sport- oder Fitness-Burn-out nennt sich das Phänomen, wenn die Bewegung dich nicht glücklicher, sondern sogar krank macht.

Vor allem unter Leistungssportlern ist das Krankheitsbild schon länger bekannt. So veröffentlichte das Bundesinstitut für Sportwissenschaft 2013 die Studie “Dysfunktionen des Spitzensports“. Von den befragten 1154 Athleten gab die Hälfte an, sich regelmäßig ausgebrannt und kraftlos zu fühlen. Jeder dritte Spitzensportler leidet demnach unter Schlafstörungen, jeder fünfte klagt außerdem über Depressionen.

Fitness-Burn-out: Das sind die Anzeichen

Treibst du Sport, weil du willst oder weil du das Gefühl hast, dass du es musst? Gerade Arbeitnehmer, die im Job sehr ehrgeizig sind, übertragen ihre Ansprüche oft auch auf ihr Sportpensum. Der Körper wird über die Leistungsgrenze hinweg gepusht und die Regeneration oder das Aufwärmen bleiben auf der Strecke.
 
Kommt dann noch der private Stress dazu, den man ja eigentlich wegtrainieren will, streikt der Organismus irgendwann. Klar, regelmäßig Sport in den Alltag zu integrieren, das ist eine Herausforderung. Aber wenn der Sport statt Spaß zu machen zur manischen Pflichterfüllung mutiert, läuft etwas grundsätzlich falsch. Experten sprechen auch von “Übertrainingssyndrom (OTS)“.
Symptome wie chronische Erschöpfung, starke Muskelschmerzen und Schlafstörungen sind die Alarmsignale. Betroffene fühlen sich ständig müde und sind antriebslos, manche klagen über Depressionen. Unter Umständen drohen sogar Herzrhythmusstörungen. Spätestens dann sollten Betroffene so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen.
 

Sonntag, 11. August 2019

Burn-out: So schützen Sie sich vor dem Ausbrennen

 

Krank durch Arbeit: Burn-out betrifft Personen aller Alters- und Berufsgruppen

Immer mehr Menschen fühlen sich aufgrund der zunehmenden Arbeitsbelastung und wegen Stress im Job regelrecht ausgebrannt. Der sogenannte Burn-out kann Personen aller Alters- und Berufsgruppen treffen. Gesundheitsexperten erklären, wie man sich vor dem Ausbrennen schützen kann.

Burn-out wird von der WHO als Krankheit anerkannt

Vor wenigen Monaten wurde bekannt, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Burn-out künftig als Krankheit anerkennt. In den überarbeiteten internationalen klinisch-diagnostischen Leitlinien, dem ICD-11, der 2022 erscheint, ist Burn-out als Syndrom aufgrund von „chronischem Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet wird“ definiert. Univ.-Prof. Bernhard Baune, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Münster (UKM), erklärt in einem Interview, wen es betreffen kann, was die Ursachen sein können und wie man sich vor dem Ausbrennen schützen kann.

Ein Krankheitsbild der modernen Gesellschaft

Wie Prof. Baune erläutert, ist Burn-out eine Erkrankung, die vor allem im Kontext des Arbeitslebens entsteht. Die Krankheit betrifft alle Alters- und Berufsgruppen.
Im Wesentlichen ist Burn-out ein Krankheitsbild der modernen Gesellschaft.
„Wir verzeichnen in den letzten zwanzig Jahren einen Wandel weg von einer eher körperlich anstrengenden Arbeit hin zu einer geistig und mental orientierten Arbeitswelt für viele Menschen“, so Baune.
„Da können die Belastungen eher kognitiv sein, weil hohe Aufmerksamkeit gefordert ist und viele Aufgaben gleichzeitig erfüllt werden müssen“, erklärt der Experte.

Arbeitnehmer die zu viel mit sich machen lassen

Zu einem Burn-out kann es kommen, wenn die Arbeitsbelastung besonders intensiv ist und die Abgrenzung zwischen Arbeitszeit und Freizeit fehlt.
Dann ist der Stresslevel ständig hoch und senkt sich auch nachts nicht mehr. Das führt nicht nur zu zunehmenden Störungen des Schlafs, sondern auch des allgemeinen Wohlbefindens.
Laut Prof. Baune trifft ein Burn-out tendenziell eher Personen mit einer hohen Leistungsbereitschaft und der Neigung, ihre eigenen Grenzen nicht zu akzeptieren.
„Aber es kann auch Menschen betreffen, die vielleicht eine schlechtere Selbstregulation haben. Die am Arbeitsplatz zu viel mit sich machen lassen und den Erwartungen anderer immer gerecht werden wollen“, so der Fachmann.
Auch die permanente Erreichbarkeit per Mail, Telefon, WhatsApp oder SMS ist ein großes Problem, da dadurch ein hoher Sozialdruck entsteht.
Auf diese Weise wird die Erwartung suggeriert, dass man auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten aufgrund der Erreichbarkeit Arbeit leisten kann.

Typische Symptome

Zur Frage nach den Symptomen, erklärt Prof. Baune, dass am Anfang häufig ein subjektives Empfinden von sehr starkem Stress steht: „Man erholt sich nicht mehr vom Arbeitsaufwand und gönnt sich keine Freizeit.“
Typische Anzeichen eines Burn-outs sind auch der bereits erwähnte schlechte Schlaf sowie Appetitverlust.
Im weiteren Verlauf treten auch ganz ähnliche Symptomen wie bei einer Depression auf.
„Aber es gibt auch andere, passivere Erscheinungsformen des Burn-outs: Zum Beispiel eine Art „innere Kündigung“ am Arbeitsplatz. Damit verbunden vielleicht auch ein Leistungsverlust oder immer häufiger auftretende Fehl- und Krankheitstage“, erklärt Baune.

Möglichkeiten der Prävention

„Ich glaube, es ist wichtig, dass jeder Mensch eine Vorstellung davon hat, wie man sich gesund fühlt und wie man gesund lebt. Im körperlichen wie auch im psychisch-mentalen Bereich“, sagt der Experte.
„Diese Vorstellung kann einem helfen, zu merken, wie es ist, wenn etwas nicht mehr ganz rund läuft. Also wenn man normalerweise Sport treibt, seinen Interessen nachgeht und soziale Kontakte pflegt, ist es ein Alarmsignal, wenn das plötzlich anders wird“, so Prof. Baune.
Auch das soziale Umfeld kann bei der Früherkennung von Burn-out hilfreich sein, da viele Betroffene nicht mehr in Lage sind, ihre Situation ernsthaft und mit Konsequenzen zu reflektieren.
Noch besser ist vorzubeugen. Der Deutsche Bundesverband für Burnout-Prophylaxe und Prävention (DBVB) in München hatte in der Vergangenheit auf verschiedene Möglichkeiten der Prävention hingewiesen.
Die Experten nannten dabei unter anderem die Identifikation und Verringerung von Stressquellen, gezielte Entspannung (zum Beispiel durch Progressive Muskelrelaxation, Autogenes Training, Yoga, Tai Chi, Qi Gong), ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung sowie das Nehmen von Auszeiten.

Quelle: https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/burn-out-so-schuetzen-sie-sich-vor-dem-ausbrennen-20190811463187

Samstag, 10. August 2019

Social-Media-Burnout: Gesundheitsrisiken durch Instagram

 

Instagram-Nutzer im Strudel der Illusionen

Die Fotoplattform Instagram gehört zu den erfolgreichsten sozialen Netzwerken. Ganze Berufszweige bauen mittlerweile darauf auf. Menschen präsentieren ihre Urlaube, ihr Essen und ihre Kleidung im besten Licht und lassen sich dafür von anderen bewundern. Besonders erfolgreiche Nutzerinnen und Nutzer bekommen sogar Geld und Geschenke von Firmen, damit sie ihre Produkte präsentieren. Diese Art der Darstellung wirkt einen besonderen Reiz aus, der bei vielen Usern sogar Auswirkungen auf die Gesundheit nach sich ziehen kann.

Vanessa Häusler ist Absolventin des Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement an der SRH Fernhochschule. In ihrer Bachelorarbeit untersuchte sie die Gesundheitsrisiken, die von der beliebten Fotoplattform Instagram ausgehen. Dabei kam sie zu dem Ergebnis, dass mit der Intensivnutzung eine erhöhte Gefahr für chronischen Stress, Schlafprobleme und ein schlechtes Immunsystem einhergeht. Obwohl sich viele Personen dieser Gefahr bewusst sind, scheinen die meisten die Folgen bei sich selbst nicht zu bemerken oder zu verdrängen.

Social-Media-Burnout durch Instagram

In ihrer Bachelorarbeit „Auswirkungen von sozialen Netzwerken auf die Gesundheit der Nutzer der Generation Y“ beschreibt Häusler die Auswirkungen, die das soziale Netzwerk Instagram auf die Gesundheit der Nutzerinnen und Nutzer haben kann. Die ständige Informationsflut gepaart mit der Angst, etwas zu verpassen, sorgt für einen dauerhaft erhöhten Stresspegel, der zu Schlafproblemen und einem schlechteren Immunsystem führen kann. Dies kann der Untersuchung zufolge die gleichen Symptome wie bei einem Burnout nach sich ziehen, weshalb in diesem Zusammenhang auch von einem Social-Media-Burnout gesprochen wird.

Wer nicht ständig auf Instagram zugreift, verpasst etwas

Kern der Untersuchung war eine Befragung von rund 300 Teilnehmenden, die allesamt aus den Geburtsjahrgängen von 1981 bis 1995 stammten. Der Fokus der Befragung lag auf dem allgemeinen Wohlergehen der Probandinnen und Probanden. „Die Untersuchung hat gezeigt, dass Instagram bei vielen Nutzern einen Einfluss auf das Empfinden hat, aktuell zu sein“, erläutert Häusler. Wenn die Plattform nicht regelmäßig besucht werde, entstehe bei vielen Teilnehmenden das Gefühl, nicht mehr auf dem Laufenden zu sein.

Widersprüchliche Selbsteinschätzungen
Viele Teilnehmende pflegten eine intensive Nutzung mit der Plattform. 64 Prozent gaben an, bereits vor dem Aufstehen darauf zuzugreifen, da sie sonst das Gefühl bekommen, etwas zu verpassen. Dieser Zustand stelle eine gewisse Form von Abhängigkeit dar, ohne dass sich die User darüber bewusst zu seien scheinen, denn 70 Prozent der Befragten gaben an, dass sie auf Instagram verzichten könnten. Rund 60 Prozent der Teilnehmenden konnten sich zwar vorstellen, dass die Intensivnutzung zu Gesundheitsbeschwerden führen kann, stellten bei sich selbst aber keine Auswirkungen fest. „Es gab jedoch auch einige Probanden, die psychische Probleme, Momente der depressiven Verstimmung und Schlafprobleme bei sich beobachten konnten“, betont die Medienexpertin. Dies seien häufige Begleiterscheinungen eines Burnouts.

Tipps für eine gesunde Instagram-Nutzung

Häuser warnt davor, dass sich ein solcher Social-Media-Burnout nicht von heute auf morgen entwickelt, sondern langsam einschleicht, weshalb er von vielen Personen nicht bemerkt werde. Die Entstehung könne sich über Monate bis Jahre hinziehen. „Social Media ist wie das Rauchen eine Sucht, bei der man zwar weiß, dass es Folgen haben kann, aber immer denkt, dass dies nur die Anderen betrifft“, resümiert die Kommunikationswissenschaftlerin. Sie rät dazu, die Anzahl der abonnierten Seiten möglichst gering zu halten, um eine Informationsflut zu vermeiden. Darüber hinaus sollte man sich ein tägliches Limit für die Nutzung setzen, so Häusler.

Quelle: https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/social-media-burnout-gesundheitsrisiken-durch-instagram-20190808463014